Ein Blog zur Corona-Pandemie




Leben wir in historischen Zeiten?

Vor einiger Zeit erzählte mir eine Freundin, dass sie im Laufe des letzten halben Jahres durchaus das Gefühl gehabt habe, einen historischen Moment mitzuerleben. Wie sie das alles selbst hautnah erfahren habe in der Covid-19-Pandemie 2020, davon könne sie irgendwann einmal den nachkommenden Generationen berichten, stellte sie sich vor. Zum Beispiel, dass sie damals ins … Weiterlesen „Leben wir in historischen Zeiten?“

Regler und Schalter. Die Lokalisierung des Globalen denken

In einem vor dreißig Jahren erschienenen Aufsatz mit dem Titel „Die Enträumlichung der Gefahr“ setzte sich die Frankfurter Kulturanthropologin Ina-Maria Greverus (1929–2017) mit psychosozialen Reaktionen auf Entgrenzungen von Katastrophen und Risiken auseinander. Ausgehend von einer persönlichen Reflexion über mögliche Umgangsformen mit einer Warnung vor europäischen Zecken-Zonen sinnierte Greverus über die Markierung und Abgrenzung von Regionen … Weiterlesen „Regler und Schalter. Die Lokalisierung des Globalen denken“

Veränderung im „unalltäglichen“ Alltag. Krankenhausmitarbeiterinnen berichten

Denken wir über unseren Alltag nach und was dieser beinhaltet, so kommt dabei meistens heraus, dass man arbeitet, an die Uni geht, seine Freizeit mit Freunden oder in einem Verein gestaltet, und so weiter. Doch gibt es ab und zu auch die Situation, dass wir aus diesem Gewohnten ausbrechen. Zum Beispiel, wenn man krank wird … Weiterlesen „Veränderung im „unalltäglichen“ Alltag. Krankenhausmitarbeiterinnen berichten“

„Wie unter einem Brennglas…“ – 2/2

Hier geht es zum ersten Teil dieses Beitrags über die Metapher der Corona-Pandemie als Brennglas. Ein künstlerischer Seitenblick Das Gemälde „Leser mit Lupe“ (ca. 1895) des Impressionisten Lesser Ury (1861–1931) zeigt einen alten, bärtigen und glatzköpfigen Mann. Er sitzt an einem Tisch vor einem halbgefüllten Glas. Mit seiner linken Hand hebt er ein vor ihm … Weiterlesen „„Wie unter einem Brennglas…“ – 2/2“

„Wie unter einem Brennglas…“ – 1/2

„Wo totale Unsicherheit regiert, greifen Menschen, es macht sie aus, zunächst auf Altbewährtes zurück. Das gilt nicht zuletzt in sprachlicher Hinsicht“, erläutert der Philosoph Wolfram Eilenberger in einem Beitrag von Deutschlandfunk Kultur. Er macht darin darauf aufmerksam, dass „die Kette“ zu einer dominanten Metapher bei der Veranschaulichung des Corona-Geschehens geworden sei: als Ansteckungs- und Infektionskette … Weiterlesen „„Wie unter einem Brennglas…“ – 1/2“

Komm her, Veränderung!

Als Studentin der Kulturanthropologie / Europäischen Ethnologie befasse ich mich in den Morgenstunden mit dem Artikel „Potenziale freisetzen: Akteur-Netzwerk-Theorie und Assemblageforschung in der interdisziplinären kritischen Stadtforschung“ von Alexa Färber. Während ich versuche, mich mit zukünftigen Konzepten einer nachhaltigen Stadtentwicklung auseinanderzusetzen, ziehen meine Gedanken bereits weiter zwischen der Farm-to-Fork-Strategie, dem European Green Deal, der Biodiversitätsstrategie und … Weiterlesen „Komm her, Veränderung!“

Individualisierte Verantwortung, kollektivierte Folgen? Responsibilisierungen in der Corona-Pandemie

Was bis zum Frühling dieses Jahres für viele Menschen unvorstellbar schien, drohte Realität zu werden: Eine Ausgangssperre für alle, damit sich eine Pandemie nicht weiter ausbreitet. Um die rasant ansteigenden Zahlen von Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus zu verlangsamen, hat Helge Braun, CDU-Politiker und Chef des Bundeskanzleramts, am 20. März 2020 im Interview mit dem … Weiterlesen „Individualisierte Verantwortung, kollektivierte Folgen? Responsibilisierungen in der Corona-Pandemie“

Corona als kulturelle Tatsache

In letzter Zeit sind von Kulturwissenschaftler*innen unzählige Initiativen, Beiträge, Stellungnahmen und vieles Weitere zur Corona-Pandemie entstanden. Auch dieser Blog gehört dazu. Bei mir persönlich bleibt bei all dem allerdings ein zwiespältiger Eindruck zurück: Da ist einerseits eine Freude darüber, dass kulturanalytische Perspektiven auf das aktuelle gesellschaftliche Geschehen im besten Fall neue Einsichten, relevante Deutungen und … Weiterlesen „Corona als kulturelle Tatsache“

Ressourcen, Ressourcen, überall und nirgendwo Ressourcen

Ein großes Thema wurde im Blog bisher weniger beachtet bzw. nur peripher gestreift: die ökonomische Seite der Krise. Sicherlich, die Auseinandersetzung mit der Kulturindustrie und die Bedeutung des Toilettenpapiers sind auch im weitesten Sinne ökonomische Themen und die Prekarität von Wohnungslosen zeigt eindeutig das Verhältnis von fehlendem ökonomischem Kapital und Krise auf. Dennoch fehlen in … Weiterlesen „Ressourcen, Ressourcen, überall und nirgendwo Ressourcen“

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